Akustik im Büro

Jeder zweite Büroarbeiter fühlt sich durch das am Arbeitsplatz herrschende Lärmumfeld gestört. Das ergab eine Umfrage des Forum Gutes Hören unter knapp 1.000 Angestellten. Schlechte Akustik führt zu Stress, erschwert die Konzentration und beeinträchtigt die Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Damit ein Raum von seinen Nutzern als akustisch angenehm empfunden wird, sollten Flächen mit Schallabsorbern ausgestattet werden.

 

Möglich ist ein Einsatz bei Bodenbelägen sowie bei der Decken- und Wandgestaltung. Zudem gibt es Einrichtungselemente mit schallabsorbierenden Oberflächen. Wir stellen Ihnen im Teil 1 zunächst einige Schallabsorber vor. Der zweite Teil konzentriert sich auf Einrichtungselemente mit schallabsorbierenden Oberflächen.

 

Wandgestaltung: Stell- und Trennwände, Denkerzelle

 

PRO:

verbessern die gesamte Raumakustik

  • reduzieren die Direktschall-Übertragung zwischen Schallquelle und Ohr
  • Trennwände oder Kabinen senken den Schallpegel, der innerhalb dieses „neuen“ Raums gelegenen Arbeitsplätze gegenüber Schallquellen von außerhalb, absorbieren aber keinen Schall von Lärmquellen innerhalb
  • als Resonanzabsorber kommen verschiedene Platten aus dünnen aber dichten Materialien in Frage (Gipskartonplatten, Sperrholzplatten, Spanplatten, Holzfaserplatten, Holzverkleidungen)
  • textile Materialien wie Vorhänge sind ebenfalls geeignet
  • fungieren zudem als Raumgliederung, schirmen Arbeitsplätze besser voneinander ab

 KONTRA:

  • als alleinige raumakustische Maßnahme nicht geeignet

 Deckengestaltung

 

a) vollflächige Akustikdecke

 

PRO:

  • leistet aufgrund ihrer Größe einen großen Beitrag zur optimierten Raumakustikist die wirksamste Fläche in Sachen Schallpegelreduzierung

 KONTRA:

  • relativ hohe Kosten und hoher Aufwand für den nachträglichen Einbau
  • fehlende Flexibilität bei Änderungen der Raumstruktur oder Umzügen
  • optimale Pegelabnahmen können nur in Kombination mit Stellwänden erreicht werden

 b) Deckensegel

  • alleiniger oder ergänzender Einsatz zur vollflächigen Akustikdecke
  • unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten für spezielle räumliche Anforderungen
  • auch für eine gezieltere Ausleuchtung nutzbar
  • erleichtern gerichtetes Zuhören und verbessern die Verständlichkeit von Sprache

Schallabsorbierende Bodenbeläge, Decken- und Wandgestaltung

 

Aus raumakustischer Sicht ist es empfehlenswert, einen Raum in allen drei Dimensionen zu bedämpfen, da sich auch der Schall in alle drei Raumrichtungen ausbreitet.

 

Bodenbeläge

PRO:

  • tragen zum Schallschutz zwischen den Räumen bei
  • optimieren und reduzieren den Geräuschpegel in einem Raum
  • textile Bodenbeläge sind von Vorteil, denn dadurch werden Geräusche gedämpft und die Trittschalldämmung wird erhöht

KONTRA:

  • Schallpegelverringerung hängt nur geringfügig von der Absorption des Fußbodens ab
  • harte Fußböden haben kaum schalldämpfende Wirkung
  • wegen geringer Dicke sind sie nur im mittleren und oberen Frequenzbereich wirksam
  • als einzige raumakustische Maßnahme ist ein Teppichboden ungeeignet

 

Quelle: office- work